Reitpferde und ihre Geschichte als Buch

Lange Zeit wurde das Pferd vor allem in Europa nicht als Reitpferd, sondern ausschließlich als Zugtier genutzt. Die Reiterei war im asiatischen und arabischen Raum wesentlich früher verbreitet. Als man in Europa auf den Gedanken kam, Pferde auch als Reittiere zu nutzen, standen zum großen Teil kräftige, dem heutigen Kaltbluttyp ähnelnde Pferde zur Verfügung. Die Zucht eines großen, kräftigen Pferdes stand gerade in Bezug auf das Rittertum im Vordergrund. Das Pferd musste kräftig genug sein, um einen Ritter in kompletter Rüstung tragen zu können. Nicht selten mussten die Pferde auch noch eine eigene Rüstung tragen. Mit dem Vordringen der asiatischen und arabischen Völker in den mitteleuropäischen Raum, kam auch ein wesentlich leichterer Pferdetyp mit, der entscheidenden Einfluss auf die weitere Entwicklung der Reitpferde nahm.

Reitpferde - Die Geschichte vom Mittelalter bis heute

Die Einkreuzung der leichteren Pferderassen, wie Araber oder Berber, brachte ein wesentlich leichtere, wendigere Reitpferde hervor. Gerade nachdem das Pferd als Arbeitstier an Bedeutung verlor, stieg der Bedarf nach einem Pferd für Sportzwecke. Moderne Reitpferde und Sportpferde sind aus den Kreuzungen von einheimischen schweren Pferderassen mit arabischen und später auch englischen Vollblütern entstanden. Die Einkreuzung von Vollblütern wurden manchmal so weit getrieben, dass fast im Vollblutyp stehende Pferde entstanden, die nur noch sehr schwer als Reitpferde zu nutzen waren.